Borkener Seenland

UNIPER möchte den Singliser See und weitere Flächen verkaufen


Der Singliser See und umliegende Flächen sollen verkauft werden. Mit dieser Nachricht wand sich die UNIPER, als Eigentümerin des Singliser Sees,  vor wenigen Wochen an die Stadt Borken.

Die UNIPER Deutschland GmbH ist der Rechtsnachfolger der Preussen Elektra, die bis in die 90er Jahre des vergangenen  Jahrhunderts in Borken Braunkohle abbaute und im lokalen Kraftwerk verstromte. Von der langen Bergbautradition am Standort Borken zeugen neben dem Hessischen Braunkohle Bergbaumuseum noch heute die vier Seen des Borkener Seenlands: Der Borkener See, die Stockelache, der Singliser See und der Gombether See.  Hier entstanden nach dem Ende des Kohleabbaus ganz unterschiedliche Wasserflächen, die für den Naturschutz und Freizeitaktivitäten genutzt werden.

Seit 1995 ist der Naturbadesee Stockelache im Eigentum der Stadt Borken. Hier wurde ein Naturbadesee eingerichtet, der jährlich bis zu 80.000 Besucher zählt. Der Borkener See ist seit 1990 Naturschutzgebiet und ist im Eigentum des Landes. Der Singliser und der Gombether See sind derzeit noch im Eigentum der UNIPER.  Der Singliser See wird seit den 80er Jahren für verschiedene Wassersportaktivitäten genutzt und von der Stadt Borken verwaltet. Der Gombether See ist noch in der Entwicklung und der endgültige Wasserspiegel erst in einigen Jahren erreicht. Er steht noch im Bergrecht und ist damit noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.

Nun möchte die UNIPER verschiedene Flächen in der Gemarkung Borken verkaufen. Hierzu beauftragte UNIPER einen Makler, um einen Käufer zu finden, der den Singliser See, die Singliser Mühle, diverse kleinere Fläche rund um den See, die Kippe Dosenberg und die aktuell landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen der Kippe Dosenberg und dem Singliser See in einem Paket kauft. Mögliche Interessenten sind aufgefordert, Gebote für das Gesamtpaket abzugeben.

„Leider konnten wir nicht erreichen, dass der See aus dem Gesamtpaket gelöst wird“, so Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm, der angesichts der Situation nicht erfreut ist. „Entgegen getroffener Absprachen, die wir im Herbst 2018 mit UNIPER getroffen hatten, waren wir überrascht, als uns die Mitteilung erreichte, dass nun alles schnellstmöglich abgewickelt  werden soll“. Bürgermeister Pritsch-Rehm betont, dass es im großen Interesse der Stadt sei, wenigstens den Singliser See für die Stadt zu sichern, um diese wunderbare Wasserfläche weiter für die Allgemeinheit zugänglich zu halten.

Bürgermeister Pritsch-Rehm: „Wir möchten, dass die Felder weiterhin von unseren Landwirten bewirtschaftet werden und die Interessen der Nutzer am Singliser See gewahrt bleiben, die seit vielen Jahren mit tollen Angeboten am Singliser See präsent sind.  Die Seeanlieger wurden von der Stadt bereits in einem Gespräch über die aktuelle Situation informiert.

„Es ist an UNIPER einen Käufer zu wählen, der die besondere Bedeutung der ehemaligen Bergbaugebiete und der daraus entstanden Freizeit- und Kulturlandschaft anerkennt und dann mit uns ein gemeinsames Konzept entwickelt“ so Marcel Pritsch-Rehm.

Die Stadt Borken ist bereits mit möglichen Käufern bzw. Investoren im Gespräch, die die Ideen der Stadt mittragen.

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