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Neue Wohnberater in Borken (Hessen)
Der Wunsch, auch im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange in der vertrauten Umgebung wohnen zu bleiben, ist bei vielen Menschen groß. Um dieses Ziel zu unterstützen, stehen der Großgemeinde Borken (Hessen) ab sofort zwei neue ehrenamtliche Wohnberater zur Verfügung: Bianca Diehl und Holger Raude. Sie sind künftig Ansprechpartner für alle Fragen rund um altersgerechtes, barrierefreies und pflegegerechtes Wohnen.
Die beiden Wohnberater sind an den Pflegestützpunkt des Schwalm-Eder-Kreises angeschlossen und wurden bei der Hessischen Förderstelle für altersgerechtes Wohnen in Kassel umfassend ausgebildet. Mit ihrem Fachwissen unterstützen sie insbesondere ältere Menschen mit Pflegegrad dabei, durch gezielte Anpassungen der Wohnung ein selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden möglichst lange zu erhalten.
Das Beratungsangebot richtet sich dabei an Menschen mit bestehendem Pflegebedarf. „Oft sind es schon kleine Veränderungen, die den Alltag erheblich erleichtern“, erklären die Wohnberater. Dazu zählen beispielsweise Haltegriffe im Bad, rutschfeste Bodenbeläge, angepasste Beleuchtung oder niedrigschwellige Zugänge. Ein spezieller Hilfsmittelkatalog zeigt anschaulich, wie selbst kleine Maßnahmen große Wirkung entfalten können.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche technische und bauliche Hilfsmittel, die individuell eingesetzt werden können. Dazu gehören unter anderem Pflegebetten, unterfahrbare Küchen, barrierefreie Duschen oder Türverbreiterungen. Ziel ist es stets, die Wohnung an die persönlichen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner anzupassen – nicht umgekehrt.
Holger Raude weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass vor größeren, eigenständig geplanten Umbaumaßnahmen immer eine fachliche Beratung erfolgen sollte. „Nicht jede Maßnahme ist sinnvoll oder notwendig, und manches lässt sich einfacher und kostengünstiger lösen, als man zunächst denkt“, so Raude. Zudem gebe es eine Vielzahl von Förderprogrammen, die finanzielle Unterstützung bieten. Auch hier stehen die Wohnberater sowie der Pflegestützpunkt beratend zur Seite.
Die Beratung erfolgt individuell und wohnortnah: Interessierte Bürgerinnen und Bürger melden sich zunächst beim Pflegestützpunkt Homberg. Von dort aus werden Bianca Diehl oder Holger Raude informiert, die anschließend einen persönlichen Beratungs- und Besichtigungstermin direkt vor Ort vereinbaren. Gemeinsam, möglicherweise auch mit den Angehörigen, werden dann die räumlichen Gegebenheiten betrachtet und verschiedene Möglichkeiten zur Wohnraumanpassung aufgezeigt.
Für Bianca Diehl ist das Ehrenamt eine Herzensangelegenheit. Ihre Motivation schöpft sie aus ihrer beruflichen Erfahrung: „Ich arbeite in einem Altenheim und höre dort häufig von Bewohnerinnen und Bewohnern den Satz: ‚Vielleicht hätte ich mit ein paar Maßnahmen doch länger zu Hause bleiben können.‘ Genau hier möchte ich ansetzen und Menschen frühzeitig helfen.“
Auch die Stadt Borken (Hessen) begrüßt das neue Angebot ausdrücklich. Bürgermeister Marcel Pritsch dankte Bianca Diehl und Holger Raude für ihre Bereitschaft, dieses wichtige Ehrenamt zu übernehmen. „Mit ihrem Engagement leisten sie einen wertvollen Beitrag für die Lebensqualität älterer Menschen in unserer Großgemeinde. Sie helfen dabei, Selbstständigkeit zu erhalten und individuelle Wohnlösungen zu finden“, betonte der Bürgermeister.
Kontakt Pflegestützpunkt Homberg:
Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises
Pflegestützpunkt und Leitstelle „Älter werden im Schwalm-Eder-Kreis“
Parkstraße 6, 34576 Homberg (Efze)
Telefon: 05681 775-4900
E-Mail: pflegestuetzpunkt@schwalm-eder-kreis.de
Mit dem neuen Wohnberatungsangebot setzt Borken (Hessen) ein klares Zeichen für mehr Selbstbestimmung und Lebensqualität im Alter – direkt vor Ort und nah an den Menschen.
