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Tag der offenen Tür
Mit einem Festkommers und einem gut besuchten Tag der offenen Tür hat die Feuerwehr Kerstenhausen ihr neues Feuerwehrhaus offiziell in Betrieb genommen. Am Samstag, 28. März, strömten zahlreiche Gäste in die bis auf den letzten Platz gefüllte Fahrzeughalle, um die modernen Räumlichkeiten zu besichtigen und gemeinsam mit den Einsatzkräften die Einweihung zu feiern.
Der Neubau entstand durch einen Anbau an das bestehende Gemeinschaftshaus, wodurch die Feuerwehr nun direkt in die vorhandene Infrastruktur integriert ist. Diese Kombination bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Neben der neuen Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen – für das Löschfahrzeug und einen Mannschaftstransportwagen – können künftig auch die Räume des Gemeinschaftshauses für Ausbildungs- und Schulungszwecke genutzt werden.

Stadtbrandinspektor Alexander Wilhelm bei seinen Glückwünschen.
Im Inneren überzeugt das Gebäude durch eine funktionale und zeitgemäße Ausstattung. So wurden in den ehemaligen Wohnräumen getrennte Umkleiden für Frauen und Männer eingerichtet, ergänzt durch eigene Spinde für die Jugendfeuerwehr. Darüber hinaus stehen Duschen, ein Büro, eine Teeküche sowie eine Werkstatt für kleinere Reparaturen zur Verfügung. Ein geschützter Außenbereich dient der Nachbereitung von Einsätzen.
Der Weg zum neuen Feuerwehrhaus war jedoch lang. Bereits bei Überprüfungen in den Jahren 2008, 2013 und 2018 waren erhebliche Mängel am alten Standort festgestellt worden – insbesondere entsprachen Stellplätze und sanitäre Anlagen nicht mehr den geltenden DIN-Vorschriften. Im November 2018 fiel schließlich der Beschluss für den Anbau.
Baubeginn war am 27. Juli 2020, die Fertigstellung erfolgte am 25. Februar 2026. Verzögerungen im Bauablauf entstanden unter anderem durch wiederholte Ausschreibungen einzelner Gewerke sowie notwendige zusätzliche Haushaltsmittel für den Innenausbau und die Außenanlagen.

Die Fahrzeughalle war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war das außergewöhnliche Engagement der Feuerwehr selbst. Über 2.500 Arbeitsstunden leisteten die Mitglieder in Eigenregie, unter anderem bei Elektroinstallationen, Trockenbau- und Maurerarbeiten. Auch der Bauhof unterstützte mit umfangreichen Leistungen, etwa bei Heizungs-, Sanitär- und Malerarbeiten.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 490.000 Euro. Das Land Hessen förderte den Bau mit etwa 76.000 bis 80.000 Euro, während der Feuerwehrverein zusätzlich 10.000 Euro beisteuerte.
Bereits zuvor hatte die Feuerwehr Kerstenhausen in ihre Ausstattung investiert: Im Jahr 2016 wurde ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) angeschafft – das erste Fahrzeug dieser Generation in der Großgemeinde Borken.
Mit dem neuen Feuerwehrhaus sind die Einsatzkräfte nun bestens für zukünftige Herausforderungen gerüstet. Gleichzeitig stellt das Gebäude einen wichtigen Treffpunkt für Ausbildung, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement dar.
Nach dem offiziellen Teil führten die Gäste noch lange Gespräche in gemütlicher Runde. Insgesamt war es auch damit eine gelungene Veranstaltung für Kerstenhausen und die Stadt Borken (Hessen). Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.
