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Vor Übergabe an das Bundesverkehrsministerium
Im Rathaus der Stadt Borken (Hessen) hat die Interessengemeinschaft Lärmschutz A 49 e. V. vergangene Woche symbolisch 308 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern an Bürgermeister Marcèl Pritsch übergeben. Mit ihrer Unterschrift unterstützen die Betroffenen die Forderung nach einem verbesserten Lärmschutz entlang der A 49.
Die Unterschriften wurden über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr bei verschiedenen Aktionen gesammelt. Mit der symbolischen Übergabe soll verdeutlicht werden, dass die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger nun in konkrete Schritte mündet: Die Unterschriften werden an das Bundesministerium für Verkehr weitergeleitet, um den Forderungen nach wirksamen Lärmschutzmaßnahmen zusätzliches Gewicht zu verleihen.
Die Interessengemeinschaft bedankt sich ausdrücklich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit ihrer Unterschrift an der Aktion beteiligt und damit ein wichtiges Zeichen gesetzt haben. Gleichzeitig diente die Übergabe dazu, die städtischen Gremien – Magistrat und Stadtverordnetenversammlung – über den aktuellen Stand der Aktivitäten zu informieren und sie in den weiteren Prozess einzubinden. Auch der Ortsbeirat Arnsbach wurde über das Vorgehen in Kenntnis gesetzt.
Im Mittelpunkt der Petition steht die Forderung nach einem wirksamen und zeitgemäßen Lärmschutz entlang der A 49. Seit der Eröffnung und dem fortschreitenden Ausbau der Autobahn habe insbesondere der Schwerlastverkehr deutlich zugenommen. Nach Angaben der Interessengemeinschaft seien dadurch Tausende Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Strecke einer erheblichen Lärmbelastung ausgesetzt. Betroffen seien unter anderem Baunatal, Edermünde, Gudensberg, Fritzlar mit dem Stadtteil Zennern sowie die Borkener Stadtteile Kleinenglis und Arnsbach.
Die Interessengemeinschaft fordert zudem, dass die unterschiedlichen Zuständigkeiten zwischen dem staatlich betriebenen und dem privat betriebenen Autobahnabschnitt nicht zu Verzögerungen bei notwendigen Lärmschutzmaßnahmen führen dürfen.
Die Forderungen nach einem verbesserten Lärmschutz entlang der A 49 sind seit Langem bekannt und sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch in der politischen Debatte präsent. In den vergangenen Monaten konnten bereits erste Fortschritte erzielt werden. So wird bei den Berechnungen inzwischen die aktuelle Lärmschutzrichtlinie RLS-19 anstelle der bisherigen RLS-90 angewendet. Zudem fließen nun Verkehrsdaten aus dem dritten Quartal 2025 in die Bewertung ein. Diese gelten als aussagekräftiger, da die A 49 zu diesem Zeitpunkt bereits durchgängig für den Verkehr freigegeben war.
Bürgermeister Marcèl Pritsch begrüßte das Engagement der Interessengemeinschaft und der zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer: „Die 308 Unterschriften zeigen deutlich, dass das Thema Lärmschutz viele Menschen in unserer Region bewegt. Die Sorgen und Anliegen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger verdienen es, ernst genommen zu werden. Als Stadt Borken (Hessen) setzen wir uns dafür ein, dass diese Anliegen bei den zuständigen Stellen Gehör finden und die Prüfung weiterer Lärmschutzmaßnahmen konsequent vorangetrieben wird.“
Auch wenn die bisherigen Entwicklungen zunächst nur kleine Schritte darstellen, sieht die Interessengemeinschaft darin wichtige Fortschritte auf dem Weg zu ihrem Ziel: Einem wirksamen und nachhaltigen Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der A 49 – von Baunatal bis Neuental.
