Kranzniederlegung


Am 1. Juni 2026 wurde in Borken-Stolzenbach am ehemaligen Seilfahrschacht an das Grubenunglück vom 1. Juni 1988 gedacht. Das Unglück zählt zu den schwersten Bergwerkskatastrophen in der Geschichte Hessens.

An der Gedenkstätte versammelten sich Angehörige, Mitglieder des Bergmannsvereins sowie Vertreter der Stadt Borken (Hessen), der Gemeinde Neuental, der Uniper Kraftwerke und der Gewerkschaft IGBCE, um der Opfer zu gedenken. 

Bürgermeister Marcèl Pritsch machte in seinen Worten des Gedenkens an das Unglück deutlich, dass Borken (Hessen) auch heute noch eine starke Verbindung zur Braunkohleära hat. „Die Werte der Bergleute, der Kumpel sind Solidarität, Verlässlichkeit und Zusammenhalt. Diese sind heute im täglichen Umgang in unserer Gesellschaft und damit mit dem Miteinander wichtiger denn je. Wer diese Werte pflegt, der braucht sich vor gesellschaftlichen Herausforderungen nicht zu fürchten, der kann sich auf den einzelnen und Gruppen verlassen und seinen Teil dazu beitragen, dass das Miteinander gelingt. Wir sollten auch solche Gedenktage dazu nutzen, uns über die Werte der Kumpel auszutauschen und diese im täglichen Miteinander einfließen zu lassen.“

Die Gedenkfeier wurde musikalisch von Noreen Meyer, Hanne und Jette Jungklaus mit Streichinstrumenten begleitet.

An der Gedenkstätte Stolzenbach wird dauerhaft an die Opfer des Unglücks und an alle Bergleute, die im Borkener Braunkohlerevier bei ihrer Arbeit ums Leben kamen gedacht. Auch 38 Jahre nach der Katastrophe bleibt das Ereignis ein wichtiger Teil der regionalen Geschichte und des kollektiven Gedächtnisses der Stadt Borken (Hessen).

Eine Abordnung betrat schweigend die Gedenkstätte Stolzenbach.