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Nachruf Roswitha Schmidt-Weigand
Nachruf
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserer Ehrenbürgerin Roswitha Schmidt-Weigand. Über Jahrzehnte war sie als Stadtverordnete, Stadträtin und Kreistagsabgeordnete ehrenamtlich für die Stadt Borken (Hessen) tätig und hat in dieser Zeit die Entwicklung der Großgemeinde positiv beeinflusst.
Roswitha Schmidt-Weigand wurde am 3. Juni 1933 in Soisdorf (Rhön) als Tochter eines Dorfschullehrers geboren. Nach Abitur und Studium trat sie 1960 ihre erste Lehrerinnenstelle an der heutigen Gustav-Heinemann-Schule an. Aus einer ursprünglich auf vier Wochen befristeten Vertretungsstelle wurden 33 Jahre pädagogische Arbeit, die sie mit Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1993 beendete.
Roswitha Schmidt-Weigand war seinerzeit dienstälteste Stadträtin, die bereits seit dem Jahr 1964 in politischer Verantwortung stand. Anfangs als Stadtverordnete in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Borken (Hessen) und in der Zeit von 1977 bis 1998 als Stadträtin im Magistrat der Stadt Borken (Hessen) hat sie sich in selbstloser Art und Weise für die Belange der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Borken (Hessen) und der gesamten Region eingesetzt und engagiert. Die Ausübung von ehrenamtlichen Tätigkeiten erfolgte stets unter Zurückstellung persönlicher Interessen ausschließlich zum Wohl der Allgemeinheit.
Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit war die deutsch-französische Freundschaft. Als Mitglied des Partnerschaftskomitees Borken-Méru war sie eine tragende Säule der Städtepartnerschaft.
Sie verkörperte den Typus jener gradlinigen Menschen, die sich mit überflüssigen Worten zurückhalten, aber entschieden und auf den Punkt ihre Auffassung vertreten, wenn sie in die Diskussion eingreifen. Ehrgeizig hat sie die Herausforderung, für ihre Mitmenschen zu arbeiten angenommen und diese Aufgabe mit viel Freude erfüllt.
In Anerkennung ihrer Verdienste wurde sie 1989 mit dem Großen Wappenteller der Stadt Borken (Hessen) und 1990 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Im Jahr 1998 wurden ihr aufgrund ihrer langjährigen verdienstvollen Arbeit als höchst mögliche Auszeichnungen die Ehrenbürgerrechte und der Ehrenring in Gold der Stadt Borken (Hessen) verliehen. Sie war die erste Frau, der diese Ehre zuteil wurde. Das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland erhielt Frau Schmidt-Weigand im Jahr 1999.
Die Erinnerung an ihr kommunalpolitisches Engagement und ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger verbinden wir mit Dank und Anerkennung.
Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen Angehörigen.
Marcèl Pritsch Michael Weber
Bürgermeister Stadtverordnetenvorsteher
