Großes Interesse


Am Dienstag, 20. Oktober, fand in Borken das Herbsttreffen des Kompetenzzentrums Streuobst statt. Rund 20 Interessierte trafen sich zum Austausch. Frau Dipl. Ing. Carola Drüsedau stellte das seit Sommer 2026 in Kraft getretene Programm zur Förderung von Streuobstbeständen vor.

Die hessische Streuobstrichtlinie bietet Gelder für die Neuanpflanzung von Hochstämmen und die fachgerechte Pflege von hochstämmigen Streuobstbäumen an. Des Weiteren werden die Ernte von Streuobst und die Anschaffung von Verbrauchsmaterial für Mostobstanlagen gefördert. Frau Drüsedau stellte die Voraussetzungen für die Antragsstellung sowie das Ausfüllen des Antrages vor. Ein Austausch der Erfahrungen mit dem Antrag unter den Anwesenden erfolgte. Antragsstellungen sind von den Anwesenden vorgesehen.

Zweiter Schwerpunkt des Abends war die Vorstellung alter und regionaler Obstsorten inkl. einer Verkostung der von Frau Drüsedau mitgebrachten Äpfel. Auffallend waren die vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen. Äpfel von Streuobstwiesen bieten ein viel größeres Aromaspektrum als die Einheitsäpfel aus dem Supermarkt. Eine einheitliche Meinung stellte sich heraus: „Es lohnt sich, Obst von heimischen Streuobstwiesen zu ernten und zu genießen“. Rund 25 verschiedene Apfelsorten wurden ausgestellt und es entstand ein reger fachlicher Austausch, welche Obstsorten in diesem Jahr mit der Witterung gut zurechtkamen und welche nicht. Weißer Winterglockenapfel, Martini und Lippoldsberger Tiefenblüte kamen sehr gut zurecht, Cox Orange, Alkmene und Signe Tillisch kamen mit der Witterung weniger gut zurecht. Starker Schorfbefall, Stippigkeit und schlechte Konsistenz waren hier die Folge.

Zum Ende der Veranstaltung wurde noch eine Obstbaumpflanzung für kommendes Frühjahr 2027 unter dem Themenschwerpunkt „Wühlmausschutz“ beschlossen. Das genaue Datum dafür wird noch bekannt gegeben.

Frau Drüsedau betonte, dass es für weitere Interessierte die Möglichkeit gibt, Kontakt mit dem Kompetenzzentrum Streuobst aufzunehmen.

Nach einem gelungenen zweiten Treffen des Kompetenzzentrums mit durchweg guter Stimmung verließen die letzten Teilnehmer die Veranstaltung nach rund 2,5 Std. Alle Teilnehmer hoffen, dass die neue hessische Streuobstrichtlinie den aktiven Obstgehölzpflegern finanziell unter die Arme greift und dadurch unser Kulturgut Streuobstwiese wieder mehr in den Fokus eines jeden gerät.

Kontaktdaten für weitere Informationen:

Forst- und Umweltdienst Schwalm-Eder gGmbH, Kompetenzzentrum Streuobst, Heinrich-Hertz-Str. 4, 34582 Borken (Hessen), www.streuobst-wiese.de, Email: Carola.druesedau@forst-umwelt.de