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Vom Leerstand zum Zukunftsort
Wie alte Hofanlagen erhalten, zeitgemäß genutzt und wieder mit Leben gefüllt werden können, stand im Mittelpunkt des Tages der Innenentwicklung am Sonntag, 20. September, auf dem Brehms-Hof in Borken-Großenenglis. Rund 50 Gäste nutzten die Gelegenheit, die beispielhaft entwickelte Hofanlage kennenzulernen, sich über Sanierung und Fördermöglichkeiten zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Eingeladen hatten die Stadt Borken (Hessen) und der Verein Regionalentwicklung Schwalm-Aue. Auch das regnerische Wetter tat dem Interesse keinen Abbruch: Unter einem von der Freiwilligen Feuerwehr Großenenglis bereitgestellten Zelt konnten die Informationsstände im Trockenen besucht werden.

In einer Podiumsdiskussion
wurden Erfahrungen ausgetauscht.
Gemeinsam mit der Familie Brehm, der Interessengemeinschaft Bauernhaus aus dem Vogelsberg, dem Verein Hof Lebenswert, dem Heimatverein Großenenglis sowie der Dorf- und Regionalentwicklung des Schwalm-Eder-Kreises informierten die Veranstalter über Sanierungsmöglichkeiten, Förderangebote und neue Nutzungsideen für leerstehende oder untergenutzte Gebäude.
Mehrere kurze Vorträge eröffneten unterschiedliche Zugänge zum Thema Ortskernstärkung. Sie vermittelten Einblicke in die Sanierung und Umnutzung älterer Gebäude, stellten konkrete Erfahrungen und Unterstützungsangebote vor und bildeten eine fundierte Grundlage für die anschließenden Gespräche.

Die Informationsstände wurden
gut besucht.
Besonders anschaulich wurden die Möglichkeiten der Innenentwicklung bei einer Führung durch Brehms-Hof, wo Anfang der 2000er Jahre ein Nebengebäude in ein Gästehaus umgebaut wurde. Anhand von Vorher-Nachher-Aufnahmen und Plänen konnten die Besucher nachvollziehen, wie sich die ursprüngliche Hofanlage zu einem neu belebten Ort entwickelt hat.
Den inhaltlichen Abschluss bildeten ein Impulsvortrag von Katrin Hitziggrad von den Zukunftsoptimisten und die anschließende Podiumsdiskussion. Das Thema Ortskernstärkung sowie die Umnutzung und Wiederbelebung einer Hofreite wurde dabei aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: Die Perspektiven der Menschen, die ein solches Vorhaben praktisch umsetzen und umgesetzt haben, trafen auf die Erfahrungen von Planung, Beratung und Kommune. Auch das Publikum brachte sich mit Fragen und eigenen Erfahrungen in die Diskussion ein.
Die Zukunft der Dörfer liegt danach nicht allein in neuen Baugebieten am Ortsrand, sondern ganz wesentlich in der weitsichtigen und kreativen Nutzung des vorhandenen Bestandes.
Bürgermeister Marcèl Pritsch betonte: „Innenentwicklung gelingt, wo Menschen den ersten Schritt wagen und Unterstützung finden. Der Hof von Familie Brehm zeigt, dass aus Herausforderungen Zukunftsorte entstehen.“

Jonas Brem sorgte beim Tag der Innenentwicklung für musikalische Begleitung.
Für das leibliche Wohl der gelungenen Veranstaltung sorgten die Landfrauen aus Großenenglis, für musikalische Begleitung Jonas Brehm.
Weitere Infos:
Sonja Pauly, Verein Regionalentwicklung Schwalm-Aue e.V., Geschäftsstelle, Telefon 05683 5009-60 oder-61, Email: regionalentwicklung@schwalm-aue.de (Text: Schwalm-Aue).
